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Presse: Heidelberger Druckmaschinen - Vertriebschef verlässt das Unternehmen


26.11.2009
aktiencheck.de

Heidelberg (aktiencheck.de AG) - Der Vertriebschef des Druckmaschinenherstellers Heidelberger Druckmaschinen AG (ISIN DE0007314007 / WKN 731400) verlässt offenbar das Unternehmen.

Laut einem Bericht des "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe), das sich bei seinen Angaben auf das Umfeld des Unternehmens beruft, verlässt Vertriebschef Jürgen Rautert den Konzern. "Die Entscheidung ist ein klarer Hinweis darauf, dass das Thema Fusion mit Manroland noch nicht vom Tisch ist", heißt es in diesem Zusammenhang laut dem Bericht im Konzernumfeld.


Die Personalie ist nach Angaben der Wirtschaftszeitung in mehrerlei Hinsicht von Bedeutung. So verlässt mit Rautert ein Manager die Unternehmensführung, der immer wieder Bedenken gegen die Fusion mit dem Rivalen geäußert hatte. Zwar stand er damit nach Informationen aus dem Unternehmensumfeld nicht alleine. Auch Finanzchef Dirk Kaliebe habe in vielen Punkten Bedenken gehabt, heißt es. Aber bei Rautert kommt hinzu, dass er grundsätzlich gegen den Kurs von Heideldruck-Chef Bernhard Schreier war. Seine Kritik habe er auch außerhalb des Vorstands geäußert, was ihm nun zum Verhängnis werde.

Mit dem Abgang von Rautert stärkt Schreier seine Position im Unternehmen. "Rautert hat Schreier immer wieder angegriffen, sich quergestellt. Schreier hat sich klar durchgesetzt", berichtet ein Unternehmenskenner nach Angaben der Zeitung. Schreier aber gilt als Befürworter einer Ehe mit Manroland. Hinzu kommt, dass in den eigentlich schon sehr weit gediehenen Fusionsplänen für Rautert kein rechter Platz vorgesehen war. So war geplant, dass Schreier den Chefposten bekommen sollte, Manroland-Chef Gerd Finkbeiner sollte den Vertrieb übernehmen. Später dann sollte Schreier in den Aufsichtsrat gehen und Finkbeiner an die Spitze rücken.

Die Aktie von Heidelberger Druck notiert aktuell mit einem Minus von 1,70 Prozent bei 5,78 Euro. (26.11.2009/ac/n/d)



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